Ein Angelspiel für zwischendurch: zwei Kandidaten
Für die Bahnfahrt oder die Kaffeepause taugen von meinen fünf Spielen vor allem zwei: Fishing Break, wenn du nur werfen und sammeln willst, und Casting Away, wenn nebenbei eine Insel wachsen soll.
Fishing Break: Hochformat, eine Hand, kein Timer
Fishing Break stammt von Roofdog Games und ist das einzige Spiel meiner Auswahl, dessen Screenshots im Hochformat aufgenommen sind. Das ist für mich der wichtigste Punkt beim Pausen-Angeln: Das Handy bleibt so, wie man es in der Straßenbahn ohnehin hält.
Der Entwickler verspricht 34 Angelplätze, verteilt auf 12 Welten, von tropischen Riffen bis zu tiefem Wasser. Jeder gefangene Fisch wandert in ein Aquarium-Museum. Dort sammelst du nicht nur Arten, sondern auch sogenannte Elementarvarianten, laut Store in sechs Ausprägungen: Feuer, Eis, Elektro, Pflanze, Licht und Dunkelheit.
Mit realer Fischkunde hat das wenig zu tun, und das ist auch nicht der Anspruch. Für jede Fischart gibt es eine eigene Bestenliste, in der du dich mit Freunden messen kannst. Münzen aus Fängen fließen in bessere Ruten, Rollen, Haken und Köder.
Casting Away: Angeln als Baumaterial
Casting Away von Nexelon inc. erzählt eine kleine Geschichte. Ein Filmstar stürzt mit dem Privatjet ab, wacht allein an einem Strand auf und findet einen seltsamen Altar und Edelsteine aus toten Fischen. Von da an ist die Angel dein wichtigstes Werkzeug.
Was aus dem Meer kommt, wird zu Gebäuden, Essen oder Aquariumbewohnern. Du kochst mit Zutaten von deinen Tieren, fährst mit dem Boot hinaus, wo es mehr Arten gibt, und öffnest Schatztruhen mit Herzen, die du von Fischen sammelst. Sonnenauf- und -untergang folgen der echten Uhrzeit, und wer mag, lässt das Meeresrauschen als Hintergrund laufen.
Die Schnur ist die eigentliche Fortschrittsleiste. Je länger sie ist, desto tiefer kommst du, und in der Tiefe warten die großen Fische. Der Haken: Auf dem Weg nach unten musst du kleineren Fischen ausweichen.
Vor dem Handywechsel lesen
Der Entwickler schreibt selbst, dass Spielstände verloren gehen, wenn du die App löschst oder das Gerät austauschst, und dass sie sich dann nicht wiederherstellen lassen. Wer im Herbst ein neues Handy plant, fängt die Insel besser danach an.
Welches von beiden?
Fishing Break
- Hochformat, eine Hand reicht
- Sammeln und Bestenlisten pro Art
- Android 6.0 genügt
Casting Away
- Querformat, Inselbau und Kochen
- Tag und Nacht nach echter Uhrzeit
- verlangt Android 7.0
- Deutsch steht in der Sprachliste des Stores
Beide finanzieren sich über Werbung und In-App-Käufe. Wie sich das von den drei Simulationen unterscheidet, steht in der Übersicht zu Kosten und Werbung. Wenn dir das Pausen-Angeln bald zu leicht wird, ist die Eisangel-Seite der logische nächste Schritt.
„Wegschicken“: ein Name, der verloren ging
Wer in Google Play Deutschland nach dem Spiel sucht, stößt in der Beschreibung auf den Satz „Survival-Fischerei Spiel eines Wegschicken“. Da hat eine Übersetzung das englische Wortspiel zerlegt: to cast heißt auswerfen, castaway ist der Schiffbrüchige. Gemeint ist also ungefähr „der auswerfende Gestrandete“.
Im Spiel selbst habe ich die deutsche Übersetzung nicht geprüft. Ob sie besser ausfällt als der Store-Text, kann ich dir deshalb nicht sagen. Zurück zur Übersicht aller Reviere geht es über die Startseite.